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IAKS DACH-Reise 2026 führte vom 15.-16. September rund um den Bodensee

Zwei Tage, vier Länder, ein Ziel: aktuelle Lösungen für Sport- und Freizeitinfrastruktur live erleben und gemeinsam auswerten. Die gemeinsam von IAKS Deutschland, Österreich und Schweiz organisierte Reise führte in die Bodensee-Region. Für die Teilnehmenden ging es von Lindau in Deutschland über die Schweiz und Liechtenstein bis ins österreichische Bregenz, mit einem dicht getakteten Programm und bewusst eingeplanten Phasen für Austausch und Reflexion.

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DACH Lake Constance

© IAKS Deutschland | IAKS Schweiz

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Bereits am ersten Tag zeigte die Route die ganze Bandbreite heutiger Bewegungsräume: vom Schwimmbad Appenzell über die Sportanlage Hinwil bis zu Schul- und Gemeindesportanlagen in Balzers, Triesen und Gamprin. Den Abschluss bildete die Sporthalle Rieden-Vorkloster in Bregenz. In allen Projekten stand die Frage im Zentrum, wie sich funktionale Anforderungen, Alltagstauglichkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden lassen. Die Busfahrten zwischen den Stationen wurden intensiv genutzt, um Gesehenes zu diskutieren, Konzepte zu vergleichen und Ideen für eigene Projekte mitzunehmen, vom Umgang mit dem Bestand bis zur schrittweisen Weiterentwicklung kommunaler Anlagen.

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„Der See ist der Star“ als Designkonzept der Therme Lindau

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Der zweite Tag startete direkt vor der Hoteltür mit der Therme Lindau. Hier wurde deutlich, wie konsequent der Grundsatz „Der See ist der Star“ in Architektur und Freiraumgestaltung umgesetzt wurde. Statt opulenter Baugesten dominiert eine zurückhaltende Formensprache, die den Blick auf den Bodensee öffnet. Im Gespräch mit den Verantwortlichen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die umfangreichen Anforderungen aus Landschaftsschutz und Baurecht sowie in das betriebliche Feinkonzept: vom Online-Ticketing über Speedgates bis zur barrierefreien Wegeführung. Auch Prioritätensetzungen mit Blick auf Betriebsabläufe, Wirtschaftlichkeit und gewünschte Atmosphäre wurden erläutert.

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Außensportanlagen bauen auf Eigenverantwortung der Nutzer

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Im Anschluss stand das Sportband auf der Lindauer Insel auf dem Programm. Zentrale Elemente sind eine Calisthenics-­Anlage für Eigengewichtsübungen sowie weitere informelle Sportmöglichkeiten im Umfeld des Westparks. In Bregenz zeigten der Generationenpark Maria Hilf und die Freizeit Remise, wie wirksam gut gestaltete Freiräume für alle Altersgruppen sein können – vom niederschwelligen Bewegungsangebot über Aufenthaltsqualität bis zur Einbindung in den städtischen Kontext. Besonders deutlich wurde, wie wichtig regionale Verankerung, robuste Materialien und ein hoher Grad an Offenheit sind – viele dieser Anlagen sind ganzjährig zugänglich, werden von Schulen, Vereinen und Familien gleichermaßen genutzt und funktionieren nur, weil auch das Thema Eigenverantwortung der Nutzer mitgedacht wird.

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Naturbadeteich 24/7


Ein Highlight der Reise waren die Einblicke in die Freizeitanlage Grossabünt in Liechtenstein, eine seit vielen Jahren betriebene Freizeitanlage mit Naturbadeteich: kein Eintritt, keine Öffnungszeiten, wöchentliche Wasserproben und ein vollständig natürliches System. Planerisch und betrieblich bemerkenswert ist, dass die Wasserqualität trotz intensiver Nutzung stabil bleibt und der technische Aufwand auf ein Minimum reduziert werden konnte, unter anderem weil Zuflüsse, Wasserstände und Umgebungsnutzung sehr präzise abgestimmt wurden. Ergänzt wurden diese Aspekte durch pragmatische, aber konsequente Entscheidungen: was gar nicht erst in die Anlage hineingelangt, muss später nicht aufwendig entfernt werden; vorhandene Materialien wurden weitgehend wiederverwendet; Ersatzpflanzungen und Baum­entwicklung wurden über mehrere Jahre mitgedacht.

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Intensiver Gedankenaustausch


Über alle Stationen hinweg zeigte sich, wie unterschiedlich die Antworten bei ähnlichen Fragestellungen ausfallen können. Für die Teilnehmenden bot die Reise nicht nur eine dichte Reihe an Best-Practice-Beispielen, sondern auch viel Raum für ­tiefgehende Gespräche: im Bus, vor Ort mit den jeweiligen Projektverantwort­lichen und beim gemeinsamen von der IAKS Deutschland, Schweiz und Österreich organisiertem Netzwerkabend in der Therme Lindau.

Die IAKS DACH-Reise 2026 zeigte eindrücklich, welchen Mehrwert der direkte Blick in die Praxis, persönliche Begegnungen und der Austausch über Ländergrenzen hinweg für zukünftige Pro­jekte in der Sport- und Freizeitinfrastruktur haben.
 

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