Skateparks im Klimawandel
Autoren: Dr. Veith Kilberth, Laszlo Ziehmann
Im Spannungsfeld von Klimawandel und Sportanlagenbau rückt ein bislang wenig beachteter Anlagentyp zunehmend in den Fokus: der Skatepark als urbaner Bewegungs- und Sozialraum. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich Skateparks von Nischenanlagen einer spezifischen Jugendkultur zu etablierten Bestandteilen öffentlicher Sport- und Freirauminfrastruktur entwickelt. Gleichzeitig sind Skateparks besonders sensibel gegenüber klimatischen Veränderungen. Die Autoren Dr. Veith Kilberth und Laszlo Ziehmann liefern eine erste systematische Annäherung an klimarelevante Dimensionen von Skateparks und identifizieren zentrale Handlungsfelder für Planung und Bau.
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Skateparks treten in höchst unterschiedlichen Erscheinungsformen auf – von kleineren Quartiersanlagen bis zu großflächigen regionalen Parks, von Street-Plazas bis zu komplexen Bowl-Landschaften oder hybriden Terrainformen. Auch hinsichtlich ihrer Nutzungskonzepte reicht das Spektrum von informellen Freizeitangeboten bis hin zu Anlagen, die internationale Wettkampfformate ermöglichen. Was die unterschiedlichen Skatepark-Projekte jedoch eint, ist ihre bauliche Grundstruktur. Es handelt sich überwiegend um stark versiegelte Freiräume mit modellierten Betonoberflächen, die häufig exponiert im urbanen Raum liegen.
Gerade diese Eigenschaften machen Skateparks besonders sensibel gegenüber klimatischen Veränderungen. Steigende Durchschnittstemperaturen, verlängerte Hitzeperioden sowie intensivere Starkregenereignisse wirken sich unmittelbar auf Materialität, Oberflächeneigenschaften, Entwässerungssysteme, Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität aus. Hitzeinseleffekte, Blendwirkungen auf hellen Betonoberflächen, thermische Materialspannungen oder unzureichende Versickerungsflächen beeinflussen dabei nicht nur bauliche Anforderungen, sondern ebenso Nutzungszeiten, Sicherheitsaspekte und soziale Interaktionen.