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Nachhaltiger Sportstättenbau mit System: der Sportkomplex Mohnweg in Bergisch Gladbach 

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Statik trifft Akustik: LIGNATUR als multifunktionales Deckensystem
In Schwimmbädern und Sporthallen zählt die Decke zu den technisch anspruchsvollsten Bauteilen: Sie muss große Spannweiten überbrücken, den bauphysikalischen Anforderungen der Hallenatmosphäre standhalten und ist zugleich die zen­trale wirksame Fläche für die Raumakustik.

Am Standort Mohnweg entschied man sich für LIGNATUR-Flächenelemente (LFE). Mit einer Elementhöhe von 180 mm übernehmen sie bei einer Spannweite von 5,40 m die tragende Funktion und vereinen weitere konstruktive und bauphysikalische Anforderungen in einem Bauteil:

  • Tragwirkung als statische Scheibe mit inte­griertem Schubstahl zur Aussteifung
    Feuerwiderstand REI 30
  • Akustische Wirksamkeit von αw = 0.75 (Akustik­typ 3.1), entsprechend einer Absorption von 
    75 % des auftreffenden Schalls für deutlich ­reduzierte Nachhallzeiten
  • Sichtbare Holzoberfläche

Durch die Integration von Tragwerk, Akustik und Oberfläche in einem Deckensystem entfällt die Montage von zusätzlichen Abhangdecken. Dies reduziert insbesondere bei großen Raumhöhen Aufwand und Kosten.

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© Joachim Gies Fotografie

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Partnerschaftliche Planung als Schlüssel zur Präzision

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Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts war die enge Zusammenarbeit zwischen dem Generalunternehmer Pellikaan und Lignatur. Als erfahrener Spezialist im Sportstätten- und Schwimmbadbau integrierte Pellikaan die Holzbau- und Deckenplanung frühzeitig in den Gesamtprozess. In der gemeinsamen Vorplanung wurden Elementeinteilung, Detailausbildung und Montageabläufe präzise aufeinander abgestimmt. Diese konsequente Koordination ermöglichte eine hohe Ausführungsqualität der sichtbaren Konstruktion, eine kurze Bauzeit sowie eine technisch saubere, langlebige und wartungsfreundliche Lösung.
 

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Digitale Kollaboration und überzeugende Nachhaltigkeit

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Die Planung erfolgte durchgängig BIM-basiert. Bei Lignatur ist modellbasierte Konstruktionsplanung mit strukturierten IFC-Modellen seit Jahren Standard. Die Modelle wurden nahtlos in den Open-BIM-Prozess integriert. So ließen sich Schnittstellen klar definieren, Abläufe koordinieren und die Ausführungssicherheit erhöhen.

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt der Sportkomplex Maßstäbe.. Der Holzbau bindet CO2, während der Betrieb vollständig ohne fossile Energieträger auskommt. Eine Photovoltaikanlage, Luft-Wasser-Wärmepumpen, intelligente Lüftungssysteme und ein effizientes Wassermanagement ermöglichen einen energieeffizienten Betrieb nach GEG-40-Standard.

Der Sportkomplex Mohnweg zeigt, wie sich Sportstätten mit systematischem Holzbau, digitaler Planung und verlässlichem Partnering effizient realisieren lassen. Funktional, wirtschaftlich und nachhaltig.

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